Stickstoff, ein lebenswichtiges Element

Mit jedem Atemzug nehmen wir Stickstoff auf. 80% der Luft besteht daraus. Stickstoff ist der Motor allen biologischen Wachstums. Ohne ihn könnten Pflanzen und Tiere nicht wachsen. Jede Nahrung die wir aufnehmen, enthält Stickstoffverbindungen. In der Luft ist dieser Stoff reichlich vorhanden, kann aber von Pflanzen und Tieren nicht direkt aufgenommen werden.
Aber man kann aus Stickstoff Dünger herstellen, um Nahrungsmittel zu produzieren. Das wurde Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts wichtig. Der traditionelle Ackerbau reichte nicht mehr aus, um die, durch die Industrialisierung wachsende Bevölkerung zu ernähren. Man brauchte also ein Verfahren, um künstliche Düngemittel zu erzeugen. Viele Forscher arbeiteten daran. Endlich gelang F. Haber und C. Bosch der Durchbruch, der dann mit dem Nobelpreis geehrt wurde. Ohne das Haber-Bosch Verfahren würden heute 30% der Bevölkerung verhungern.
Die Grundlage für die Entwicklung von Düngemitteln ist Ammoniak, auch beim Blaukorn das Hobbygärtner verwenden.
Aber es gibt auch eine negative Seite dieser Forschungen: der 1. Weltkrieg hätte wohl nur zwei Wochen gedauert, wenn es nicht das Haber-Bosch Verfahren gegeben hätte. So wurde es auch möglich, Salpeter, das Ausgangsprodukt für Schwarzpulver zu entwickeln. Und nun konnte man den Grundstoff für das Schießpulver industriell herstellen.
Und noch ein gravierendes Problem entsteht durch Stickstoff: Es werden viel mehr Düngemittel ausgebracht, als der Boden aufnehmen kann. Ein Großteil landet im Wasser, wo es in Flüssen und Seen zu übermäßigem Algenwachstum führt. – Auch das Grundwasser wird damit langfristig belastet, die erhöhten Nitratwerte beweisen es.
Wer mehr über dieses Thema wissen will, sollte das Buch „Stickstoff, ein Element schreibt Weltgeschichte“ lesen. (Herausgegeben von Jens Soetgen/ Wissenschaftszentrum Umwelt.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.