Der Islam, eine friedliche Religion

Den muslimischen Gemeinden in Deutschland wird häufig vorgeworfen, sie würden sich nicht massiv genug gegen den islamischen Terror aussprechen. Die Auslegungen der islamischen Kämpfer im Nahen Osten und bei Terroranschlägen in Europa wird von fast allen Mohammedanern abgelehnt.

Aber viele Gemeinden sind, wenn es um öffentliche Stellungnahmen geht auf Tauchstation. Der Fanatismus der IS macht auch ihnen Angst.
Anders reagieren die Mitglieder der Ahmadiyya Gemeinden: Sie haben eine Offensive gestartet. Mit Plakaten, Handzetteln, Infoständen und Veranstaltungen versuchen sie ihren friedlichen Islam darzustellen. Vehement wehren sie sich gegen die Behauptungen der Fanatiker. Für sie ist ihre Religion eine friedliche; „der Beste unter euch ist der, der seine Frau am besten behandelt“ steht auf einem ihrer Plakate. Das sind Grundwerte ihres Glaubens.“Stoppt den Terror“ heißt es auf anderen Schriften und Infoblättern.

Die Ahmadiyya Gemeinde ist nicht Mainstream des Islam. In Deutschland gibt es 220 Gemeinden mit 35000 Anhängern, weltweit sind es etwa 10 Mill. Ihre Mitglieder sind verpflichtet 1/16 ihres Einkommens an die Gemeinde abzugeben. Mit diesem Geld wurden schon zahlreiche Moscheen gebaut.

Bisher waren die Mitglieder der Ahmadiyya Gemeinden sehr zurück haltend. Aber unter dem Eindruck des Terrors und der salafistischen Bewegung sind sie hoch sensibilisiert. Von den Salafisten wurden sie schon während ihrer Gründungszeit in Indien grausam verfolgt.
Mirza Ghulam Ahmad rief in Indien im 19. Jahrhundert zu gewaltfreiem Widerstand gegen die britische Kolonialherrschaft und Missionsarbeit auf.Seine Lehren unterscheiden sich kaum vom traditionellen sunnitischen Islam. Das Oberhaupt der heutigen Gemeinden nennt sich Kalif und hat seinen Sitz in London. Eine Ahmadiyya Akademie gibt es in Frankfurt.


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