Die Deutschen und Österreicher

Das Verhältnis zwischen Deutschen und Österreichern ist nicht unbelastet, vor allem durch die Ereignisse unter dem Hitler Regime. Die Österreicher schildern sich gerne in der Opferrolle – aber wir haben ja in alten Filmen gesehen, mit welchem Jubel der Einzug der Deutschen in Wien begrüßt wurde.

Am Burgtheater in Wien arbeitet seit 30 Jahren eine Deutsche. Karin Bergmann ist seit einiger Zeit auf Wunsch der Mitarbeiter Direktorin. In den sechziger Jahren schlug ihr Fremdenfeindlichkeit entgegen. Aber mit ihrem erfolgreichen Management hat sie überzeugt. Zwischen 2002 und 2015 hat sich die Zahl der Deutschen, die in Österreich leben und arbeiten mehr als verdoppelt. 170500 sind es inzwischen. Aber die haben fast alle mit Ressentiments der Bevölkerung zu kämpfen. Sie empfinden es als Belastung dass ständig zwischen Deutschen und Österreichern polarisiert wird.

Für den Ölkonzern OMV arbeitet der Niedersachse Rainer Seele. Er war der Retter in der Not für den Konzern, und ist dabei, ihn aus der Misere zu führen. Eine Neuausrichtung aller Bereiche sei notwendig, denn die Bücher weisen rote Zahlen auf. Er wundert sich über die fehlende Reformbereitschaft der Österreicher, sie hätten nur eine bedingte Bereitschaft, jemanden herein zu lassen. Einen Shitstorm nach dem anderen muss der KAV Chef Udo Janßen über sich ergehen lassen. Seine Aufgabe ist es, elf alte, teure, unrentable Spitäler zu sechs noch teureren spezialisierten medizinischen Zentren zusammen zu legen.

Dadurch werden viele Chefarztstellen überflüssig und es gibt heftigen Widerstand. Negative Schlagzeilen gegen „den Deutschen“ sind an der Tagesordnung. Vielleicht ist er der meist gehasste Manager Österreichs. Es vergeht kaum ein Monat an dem nicht irgend jemand seinen Rücktritt fordert. Trotz allem sind deutsche Manager in Österreich gefragt, werden aber wenig geschätzt. Fremdenfeindlichkeit und fehlende Dankbarkeit machen ihnen das Leben schwer.


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