Der EuropäischeOxenweg

Ein Stück Geschichte wird wieder lebendig: Seit 2008 haben sich Arbeitsgruppen aus Ungarn, Österreich und Bayern in einem Gemeinschaftsprojekt zusammengeschlossen, um die Route des „Europäischen Oxenwegs“ wieder zu beleben. Entlang der historischen Handelsroute entsteht dadurch ein lebhafter regionaler Austausch der eine bessere touristische Vermarktung sowie das Angebot regionaler Spezialitäten fördert. Wanderer und Radler finden entlang des Weges, der auch in den Karten verzeichnet ist, in Stein gemeißelte Oxen.
Seit 1350 wurden jährlich über 200 000 Grauoxen aus Ungarn über Wien, Linz und Scherding nach Augsburg getrieben.
Wichtigster Zwischenstopp auf der Route war Wien. In dem heutigen Stadtpark Wiens war der Viehmarkt. Hierher kamen die Händler (die Augsburger auf Flößen den Lech und die Donau hinab) um das Vieh zu kaufen.
Grauoxen sind robust, widerstehen sämtlichen Krankheiten, sind muskulös, sie brauchen keinen Stall, und sie sind gute Schwimmer. So überquerten sie bei Scherding den Inn. Damals gab es noch eine Furt. Die Scherdinger kassierten für jedes Tier eine Maut. Auch in anderen Orten wurde Zoll erhoben. So auch in Linz, in Dachau und Altomünster. Der Weg führte von dort über Friedberg nach Augsburg. Durch den langen Marsch, der etwa 7 Wochen dauerte, waren die Tiere wohl etwas abgemagert und durften sich auf den saftigen Wiesen entlang des Lechs erst einmal satt fressen und Fleisch ansetzen bevor sie zur Schlachtbank geführt wurden.
Die Grauoxen waren fast ausgestorben. Die Landwirtschaft war nicht mehr interessiert, weil diese Tiere sehr langsam wachsen. Heute gibt es sie wieder am Neusiedler See und in der ungarischen Puszta.
Zu diesem Thema gibt einen Film: „Der Europäische Oxenweg“, sowie eine Wanderausstellung.
Vielleicht ein interessantes Projekt für Schüler!?


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