Resolution des Zentralkomitees der deutschen Katholiken

Man muss nicht katholisch sein, um gut zu finden, was das Zentralkomitee der deutschen Katholiken bei seinem Treffen in Würzburg an Forderungen aufgestellt hat. Das oberste Gremium der kirchlichen Laien hat Themen angesprochen, die von gesamt gesellschaftlicher Bedeutung sind. Neben einer neuen Einstellung zur Empfängnisverhütung wollen sie insgesamt eine liberalere Haltung in sexuellen Fragen und zu gleichgeschlechtlichen Partnerschaften.
Eine Diskussion über ein Einwanderungsgesetz wird verlangt! Asyl und Migration sollen ohne Angst in einem gemeinsamen Kontext betrachtet werden, so eine Resolution.
Ganz wichtig auch die Forderung, die deutschen Exporte und vor allem den Verkauf von Waffen kritisch zu bewerten! In die Wirtschafts- und Klimapolitik sollte sich die Kirche verantwortlich einbringen.
Fluchtursachen sind ja in vielen Fällen verursacht durch Großprojekte der Weltbank oder durch Exporte der EU, die die heimischen Märkte und Lebensmöglichkeiten zerstören. Kontraproduktiv sind diese Lieferungen, die nur die wirtschaftlichen Interessen Europas fördern. Verarmung der Bevölkerung ist häufig die Folge. Es ist christliche Aufgabe, sich hier in Deutschland um die Flüchtlinge zu kümmern, aber noch wichtiger ist es, in deren Heimatländern die Fluchtursachen zu bekämpfen. Das Zentralkomitee fordert eine Entwicklungspolitik, die den Menschen hilft, ihr Leben selber in die Hand zu nehmen.
Um die Korruption, die viele Länder aushöhlt, unter Kontrolle zu bekommen, sind diplomatische Anstrengungen erforderlich, die von wirtschaftlichen Sanktionen begleitet werden müssen!
Eine 4000 Menschen zählende Menge versammelte sich am Wochenende in Augsburg, um die Darstellung der „Knotenlöserin“ in St. Peter gleich neben dem Rathaus zu verehren. Dieses Bild wird auch vom Papst sehr verehrt. Vor 30 Jahren stattete er Augsburg wegen dieses Bildes einen Besuch ab. Er ließ eine Kopie anfertigen, die jetzt in Argentinien in der Pfarrkirche San Jose in Talar zu sehen ist. Papst Franziskus wird in seinem Pontifikat sicher noch viele Knoten zu lösen haben! Er hatte die Gläubigen aufgerufen ihre Vorstellungen über die Aufgaben und Einstellungen der Kirche zu artikulieren. Damit müssen sich nun die Bischöfe bei ihrem Treffen im Vatikan auseinander setzten.
Es werden viele Knoten zu lösen sein!


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