Kindererziehung in der Schule und zu Hause

Immer mehr Lehrkräfte leiden am „Burnout“ und sind nicht mehr einsatzfähig.
Einer der Gründe dafür liegt in der antiautoritären Erziehung durch die Eltern.
Viele von ihnen meinen, sie müssten die besten Freunde ihres Kindes sein, und trauen sich nicht, notwendige Grenzen zu setzen. Das macht weder die Eltern noch den Nachwuchs glücklich! Im Gegenteil, Kinder die alle Freiheiten haben, und denen fast nirgends Einhalt geboten wird, sind unzufrieden.
Werte und Normen der Gesellschaft zu vermitteln, kann nicht nur Aufgabe der Schule sein. Nein, das sollte im täglichen Leben zu Hause geschehen, z.B. bei Gesprächen am Familientisch. Leider finden gemeinsame Essen zu Hause in vielen Familien gar nicht mehr statt. Hauswirtschaftslehrkräfte klagen, dass viele Kinder keine Tischmanieren gelernt haben.
Im Sozialkundeunterricht wird vermittelt, welche Rechte Kinder haben. Aber wird da auch über die Pflichten gesprochen, die man innerhalb der Familie übernehmen sollte? Dass man nicht nur nehmen kann, sondern auch seinen Beitrag zur Gemeinschaft leisten sollte? Bei vielen Kindern und Jugendlichen kommt das gar nicht an! Sie weigern sich, Aufgaben zu übernehmen. Da wäre es notwendig, dass Eltern bei dieser Verweigerungshaltung ihrer Sprösslinge ihre eigene Leistung für sie auch einschränken!
Nicht selten führt diese negative Einstellung der Zöglinge zu Aggressionen gegen Eltern, Mitschüler, Geschwister und auch gegen Lehrkräfte. Besonders in Großstädten ist das zu beobachten. Dort müssen die Lehrkräfte mit viel mehr Problemen kämpfen als an ländlichen Schulen.
Ein Schüler, der konstant durch Störaktionen im Unterricht auffällt, wird erst einmal so platziert, dass er andere nicht mitziehen kann. Manchmal hilft es auch, ihn in eine Klasse mit älteren Schülern zu versetzten, wo er alleine an seinen Aufgaben arbeiten muss. Oft ist er danach ruhiger und umgänglicher.
Es wäre sehr sinnvoll, den Lehrkräften in ihrer Ausbildung mehr Rüstzeug für solche Situationen an die Hand zu geben. In vielen Ländern ist Psychologie und Pädagogik ein Schwerpunkt im Studium! Auch die Eltern, die ja völlig unerfahren mit einem ersten Kind konfrontiert sind, würden von dem Fach „Erziehungskunde“ an den Schulen profitieren – und ganz besonders die Kinder !


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