Winterzeit ist Musseumszeit

Ungemütliches Regenwetter inspiriert so manchen dazu, ein Museum zu besuchen, sich unterhalten zu lassen und Neues zu erfahren.
Da gibt es in Augsburg seit September 2014 ein neues Angebot: Das Fugger und Welser Erlebnis Museum.
Die Fugger sind eine reiche Augsburger Kaufmanns Familie, die seit dem 14. Jahrhundert dort ansässig ist und noch heute im Bankwesen aktiv ist. Die Familie besitzt außerdem noch große Ländereien. Der Ertrag ihrer Wälder hilft mit, die Sozialsiedlung „Fuggerei“ in der Augsburger Altstadt zu finanzieren.
Doch neben der Gründung dieser, für die damalige Zeit einmaligen sozialen Tat, verdienten sie sich im In- und Ausland eine goldene Nase. Besonders der, von Martin Luther heftig kritisierte Ablasshandel bescherte ihnen zusammen mit der katholischen Kirche großen Reichtum. Heutige Kritiker der fuggerschen Geschäftspraktiken meinen dass nach jetzigen Maßstäben vor allem Jakob Fugger täglich das Zuchthaus verdient hätte!
Besonders das Kupfermonopol, welches er über ganz Europa betrieb, verhalf ihm zu großem Vermögen. Auch im Gewürzhandel mit Indien war er erfolgreich. Unter anderem finanzierte Jakob Fugger die Wahl Kaiser Maximilians sowie die verschiedener Päpste.
Die Familie der Welser gründete in Augsburg und Nürnberg mehrere Handels- und Bergbau Unternehmungen. Wie die Fugger waren auch sie in der Politik aktiv und finanzierten die Wahl Kaiser Karls V Anfang des 16.Jahrhunderts.
Sie waren die bedeutendste Handels und Reederei Gesellschaft ihrer Zeit mit Stützpunkten in Antwerpen, Lyon, Lissabon, Sevilla und Santo Domingo. Sie schickten sogar bewaffnete Expeditionen nach Venezuela um nach Gold im Quellgebiet des Amazonas zu forschen.
Diese Geschichten der beiden Familien sind in dem neuen Museum anregend und unterhaltsam dargestellt.


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