Asylbewerber in der Nachbarschaft

Viele Ehrenamtliche sind damit beschäftigt, den Asylbewerbern in ihrer Nachbarschaft zu helfen, sich in ihrer neuen Umgebung zurecht zu finden. Es geht um die Orientierung bei Ämtern, Ärzten und Einkaufsmöglichkeiten, aber auch um die Vermittlung der Sprache.
Die Diakonie, Caritas und das Rote Kreuz unterstützen die Ehrenamtlichen. Besonders wichtig ist es die deutsche Sprache als Schlüssel zur Integration zu erlernen. Das ist gar nicht so einfach, wenn außer der Muttersprache die Neuankömmlinge weder englisch noch französisch können. Dann hilft es nur, mit viel Bildmaterial ihnen das Vokabular verständlich zu machen.
Viele Flüchtlinge bleiben in Deutschland jahrelang in einer ausweglosen Situation:
Wenn ihnen aus verschiedenen Gründen eine Aufenthaltsgenehmigung verweigert wurde, haben sie keine Chance auf ein selbst bestimmtes Leben. Trotzdem bleiben sie, weil sie aus Ländern kommen, in die man nicht abschieben kann.
Jahrelang hoffen sie auf Papiere, die ihnen die Teilnahme am Leben in Deutschland ermöglichen.
Der Bremer Bürgermeister Jens Böhrnsen fordert eine Integration vom ersten Tag an. Es ist unmöglich, die Augen davor zu verschließen, dass diese Menschen Hilfe brauchen. „Man darf keinen Tag verlieren“, mahnt er.
Da, wo man es schafft Kontakte und Beziehungen zwischen Einheimischen und Flüchtlingen zu knüpfen, gelingt die Integration.
Wir müssen vor allem Ängste der Einheimischen abbauen, die durch die neuen Nachbarn verunsichert sind.
Von dem Zusammenwirken der jeweiligen Regierungen, der einheimischen Bevölkerung und den Flüchtlingen hängt es ab, wie erfolgreich und harmonisch das Leben vor Ort sich gestaltet.
Ob aus den „ungebetenen Gästen“ durch Integration vom ersten Tag an „Mitbürger“ werden, die zur Gesellschaft des Gastlandes beitragen mit ihrem Reichtum an Kultur, Sprachen und Ideen und alles was eine Gemeinschaft ausmacht, liegt an uns allen!


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