Verheerende Folge der Armut, tote Mutter 8 Monate nicht begraben

Verheerende Folge der Armut, tote Mutter 8 Monate nicht begraben

Kein Geld für eine würdige Beerdigung führte zu einem Drama, das kaum zu fassen ist. Eine scheinbar psychisch kranke Frau hat ganze acht Monate zusammen mit ihrer toten Mutter in einer Wohnung in Moosach gelebt.  Wie kann es angehen, dass so etwas Mitten in München von niemandem bemerkt wird? Ein Wertewandel in unserer Gesellschaft, einer, der dazu führt, dass jeder nur noch schaut, selbst über die Runden zu kommen. Wegsehen statt Hinschauen, bloß nicht auch noch mit den Dingen von anderen Menschen belastet werden. Das, was die Leute teilweise mit sich rumtragen müssen, ist kaum zu ertragen.

Erst als ein Gerichtsvollzieher kam, um Gelder einzutreiben, flog diese fürchterliche Tragödie auf. Die Frau musste dem Beamten die Wahrheit über ihre Mutter sagen, daraufhin eingeschaltete Beamte fanden die Leiche der 70jährigen Frau auf einem Sofa, natürlich stark mumifiziert und skelettiert. Acht Monate zusammen mit der toten Mutter in einer Wohnung zu leben, nicht zu wissen, woher man Geld für eine Beerdigung, die nicht anonym ist, wie eine Armenbeerdigung eben ist, ein Armutszeugnis für Deutschland und seine zuständigen Ämter.

Die Schere zwischen arm und reich wird immer breiter, die einzelnen Schicksale, die sich hinter den Türen abspielen, werden immer dramatischer. Wenn ich kein schulpflichtiges Kind hätte, wäre ich schon längst weg.

 

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