Da schaun wir in die Röhre: RTL steigt aus DVB-T aus, München trifft’s im Mai 2013

Da schaun wir in die Röhre: RTL steigt aus DVB-T aus, München trifft’s im Mai 2013

An die vier Millionen Haushalte in Deutschland empfangen ihr Fernsehen über das digitale Antennenfernsehen DVB-T, „Digital Video Broadcasting – Terrestrial“. Das lohnt sich für den Sender RTL nicht mehr, die Kosten pro DVB-T Haushalt lägen mehr als 30 Mal so hoch wie die der Zuseher, die über Satellit, Kabel oder Internet fernsehen. Fazit, ab Mai werden die Bildschirme in München, wenn man RTL, RTL II, Super RTL oder Vox anschauen möchte, grau meliert flackern. Also nix mehr Dschungelcamp, nix mehr Bauer sucht Frau, nix mehr DSDS, kurzum, nix mehr all die bloßstellenden Sendeformate, die wir doch allzu gerne sehen, es aber nie zugeben.

Über Laufbänder in den Programmen werden demnächst die betroffenen DVB-T-Zuschauer über die Abschaltung von RTL-Sendern informiert. Tatsächlich scheint es so zu sein, dass die Bereitstellung terrestrischer Frequenzen sehr kostenintensiv ist und dass Bund und Länder nicht garantieren können, diese aus heutiger Sicht langfristig zur Verfügung zu stellen. RTL ist also möglicherweise Initiator einer ganzen Reihe von Fernsehsendern, die sich anschließen werden. Wenn nämlich RTL aus der DVB-T Technologie aussteigt, so müssten die anderen deren Kosten mittragen, das werden die nicht tun.

Es lohnt sich also, sich jetzt bereits über andere Möglichkeiten des Fernsehens schlau zu machen. Teurer wird’s allemal, aber nach dem ganzen GEZ-Gezeter der Öffentlich-Rechtlichen wissen wir, dass Fernsehen ein Luxus ist.

 

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