Endgültiges Aus für Opel Standort Bochum

Endgültiges Aus für Opel Standort Bochum

Seit Jahren kämpft die Belegschaft mit einschneidenden Zugeständnissen um ihren Arbeitsplatz in Bochum.  Alles das war umsonst. Ab 2016 wird in Bochum kein Opel mehr hergestellt, die Aussicht auf Aufrechterhaltung eines Teilbetriebes zur Fertigung von Kleinteilen scheint wacklig.

Die KFZ Absatzkrise in Europa hat ihr erstes Opfer gefordert. Die Belegschaft tut mir umso mehr leid, als gerade diese keinerlei Schuld trifft. Der Fisch stinkt vom Kopf her. GM hat von Gehaltskürzungen und Zugeständnissen der Belegschaft in Bochum profitiert! Eine Schweinerei, wie hier mit Menschen umgegangen wurde. Das Tochterunternehmen Opel, das sich seit 1929 in den Händen des amerikanischen Autokonzerns GM befindet, wurde seit jeher stiefmütterlich behandelt, zumindest, seit die rosigen Zeiten vorbei sind. 1929 war Opel ein begehrtes Kaufobjekt, das jedoch nicht zum Selbstläufer, wie GM wohl angenommen hatte, wurde. Und so sah GM zu, wie Opel in den Abgrund trudelte, ohne etwas an ihrer amerikanischen Strategie zu ändern. Arbeitsplätze hin oder her. Derzeit feiert der amerikanische Automarkt eine Art Wiedergeburt, selbst Barack Obama ließ es sich nicht nehmen, in Detroit eine Kampfansage zum Aufschwung KFZ in Amerika zu halten, während das sich huldigende Management sich nicht schämt, genau 2 Wochen vor Weihnachten dem stark gebeutelten Personal von Opel Bochum die Entscheidung zur Stilllegung ihres Arbeitsplatzes mitzuteilen. Pfui!

Bochum im Ruhrgebiet ist ein Stiefkind und Unglücksrabe der Wirtschaft. Nach Kohle-, Stahl- und Automobil-Wirtschaftswunder befindet sich die Stadt heute, 50 Jahre nach Eröffnung des Opel-Werks Bochum, in einer Situation, in die sie reingetrieben wurde. Man kann den Menschen keine Vorwürfe machen, sie wurden von oben diktiert und traktiert und, was die Opel-Mitarbeiter betrifft, die hätten wohl ihr letztes Hemd für den Erhalt eines Arbeitsplatzes gegeben.

Das wird ein trauriges Weihnachtsfest, denn eine andere Arbeit in Bochum zu finden, kann quasi ausgeschlossen werden, zumindest für den überwiegenden Teil der potenziellen Arbeitssuchenden. Dass GM 2 Wochen vor Weihnachten die Bombe platzen lässt, ist mit keinen Worten zu beschreiben. Foltermethode der amerikanischen Ignoranz!

 

 

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