Fataler Telefonstreich aus Australien, Selbstmord einer gewissenhaften Krankenschwester

Fataler Telefonstreich aus Australien, Selbstmord einer gewissenhaften Krankenschwester

Da wird selbst die Schwangerschaft von Kate zur absoluten Nebensache. Die Krankenschwester, die den Anruf eines australischen Moderatorenteams in den frühen Morgenstunden entgegengenommen hatte, hat sich aus Scham das Leben genommen. Das zeigt umso mehr, mit welcher Inbrunst und mit welchem Ernst diese Frau ihre Arbeit verrichtet haben muss. Wegen der Zeitverschiebung war die Telefonzentrale des Krankenhauses in London unterbesetzt, die Krankenschwester übernahm aus Verantwortung den Anruf und ließ sich von dem Moderatorenduo täuschen. Als Prinz Charles und Queen getarnt ließ sich das Duo von der Krankenschwester in die Station weiterverbinden, in der sich die schwangere Herzogin von Cambridge und Ehefrau von Prinz William wegen Schwangerschaftsübelkeit aufhielt.

Als dieser anfangs lustige Scherz ans Licht kam, muss sich die Krankenschwester die bittersten und schwersten Vorwürfe gemacht haben, obwohl eigentlich nichts Schlimmes passiert ist. Eine Mutter von zwei Kindern wurde in den Tod getrieben. Der Australische Radiosender 2Day FM beurlaubte das Duo, das Sendeformat wurde vorübergehend stillgelegt.

Dieser Todesfall im Privatklinikum Edward VII überschattet die Euphorie um den königlichen Nachwuchs in England, irgendwann wird es vergessen sein. Eine Krankenschwester ist Opfer ihres Verantwortungsbewusstseins geworden, zwei Moderatoren werden das ihr Leben lang an sich heften haben, und Kate und Prinz William haben sich die Freude auf ihr erstes Kinde sicherlich ganz anders vorgestellt.

Ein Dominoeffekt, der traurig stimmt. Nicht jeder Mensch ist abgebrüht. Jobverlust ist auch in England ein ganz großes Thema, und die Angst davor hat meiner Meinung nach mit dieser Tragödie viel zu tun. Die heutige Zeit ist irgendwie grausam.

 

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