WikiLeaks-Datei längst hundertfach kopiert

WikiLeaks-Datei längst hundertfach kopiert

WikiLeaks hat selbstverständlich erkannt, auf welch gefährlichem Terrain sie sich bewegen. Die WikiLeak-„Zubringer“ haben sich abgesichert. Die Langsamkeit, mit der die Datenmenge ins Netz gespeist wird, deutet darauf hin, dass die Daten auf die Tragweite der Veröffentlichung ihrer Inhalte hin überprüft werden. So hat Julian Assange eine Anfrage an den amerikanischen Botschafter in London gerichtet und um Informationen über solche Fälle gebeten, in denen eine Gefährdung einzelner Personen nicht ausgeschlossen werden könne.

Und es gibt keine Zweifel, dass sowohl Amerika, als auch China sowie viele andere Staaten genügend Rechnerkapazitäten aufweisen, um die WikiLeaks Server außer Gefecht setzen und lahmlegen zu können. Eine heikle Situation, denn wie sich das auf die Weltpolitik auswirken würde, ist ungewiss. Bis dato scheint keiner der Staaten auf ihren urheberrechtlichen Anspruch an den Depeschen bestanden zu haben. Und es muss zu allererst einmal die Frage geklärt werden, ob tatsächlich Menschenleben durch die Veröffentlichungen der geheimen Dokumente gefährdet sind. Das behauptet die US-Regierung seit Tagen immer wieder.

Aber eines steht jetzt schon fest: Die 1,4 Gigabyte große WikiLeaks-Datei ist bereits von hunderten Sympathisanten und Internetprofis kopiert worden. Auch wenn WikiLeaks aus irgendwelchen Gründen eines Tages von der Bildfläche verschwunden sein sollte, lauert die weitaus größere Gefahr, dass das Passwort zu dieser Datei irgendwo auftaucht, und was dann?

Wie gesagt, die Lawine ist losgetreten, und die ist immens groß.

Kommentare

WikiLeaks-Datei längst hundertfach kopiert — 1 Kommentar

  1. Da jammert die deutsche Regierung über die Veröffentlichung von wikileaks rum, dass das „rechtswiedrig erworbene Daten sind“. Toll, als die Regierung die Daten von den schweizerischen CD’s gekauft hat war das alles in Ordnung, jetzt, wo sie selber am Pranger stehen, ist das auf einmal höchst bedenklich. Ich kann nur Sagen, was für Heuchler.

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